5 Schraffuren die jeder braucht

5 Arten der Schraffuren

5 Arten der Schraffuren

Ich bin für mich selber kein Freund von bunten Zeichnungen. Am liebsten arbeite ich mit schwarzen Copic Multilinern und vielleicht ab und zu einen kleinen Farbakzent. Daher stelle ich dir heute die fünf grundlegenden Schraffuren vor und an einem Beispiel wie du sie zeichnest.

Die Arten der Schraffur

Schauen wir uns am Anfang die fünf verschiedenen Arten an. Danach gibt es noch ein Beispiel und eine Schritt-für-Schritt-Anleitungwie du zu einer guten Schraffur kommst.

Die Kreuzschraffur

Ist eine der wichtigsten Arten der Schraffur, sie basiert auf einer linearen Schraffur. Dabei werden aber die Linien immer in 90° (bzw. 45°) zueinander gesetzt. Dadurch verdichtet sich die Schraffur immer weiter und das Objekt wird dadurch plastisch dargestellt. Aber denke sofort an eine eiserne Regel:

Nichts ist perfekt beim Zeichnen!

Daher darfst du ruhig unregelmäßig und ohne Lineal arbeiten. Das macht eine Zeichnung erst charmant.

Die lineare Schraffur

Diese besteht nur aus parallelen Linien, welche in eine Richtung zeigen. Aber hier verdichtest du sie immer weiter. Damit ist gemeint, dass du zwischen den einzelnen Linien immer wieder weitere Striche zeichnest. Je dichter die Linien aneinander liegen, desto dünkler wird das Erscheinungsbild.

Die Schraffur nach der Kontur

Bei dieser Art folgst du mit den Linien genau der Kontur der Form. Im Bild siehst Du, dass ein Kugel entstehen soll, daher werden hier auch Kreise als Kontur verwendet. Auch hier fängst du mit weit auseinanderliegenden Linien an und verdichtest sie immer mehr. Aber ein kleinner Tipp am Rande: Zeichne keine Halbkreise! Deine Hand sollte wirklich einen vollen Kreis beschreiben und nur den Teil an der Vorderseite zeichnen.

Die “zufällige” Schraffur

So zufällig ist sie gar nicht. Stell dir das Fell eines Schafes vor und denke an die kleinen Kringel welche dort zu finden sind. Genau diese kleine Kreise verwendest du. Am Anfang setzt du sie weit auseinander und in der Folge immer wieder neue Kreise zwischen die vorhandenen. Auch dadurch wird die Farbe immer dichter und es ergibt sich eine platische Darstellung.

Das Punktieren

Auch diese Art ist eine Schraffur. Du setzt einzelnen Punkte auf die Oberfläche. Danach setzt du immer wieder neue Punkte dazwischen. Ich arbeite hier gerne mit verschieden starken Stiften. Je dünkler die Stelle werden soll, desto dicker ist die Miene. Ich fange meisten mit 0,05mm Stiften an und arbeite mich bis zu 0,7mm hinauf.

Eine Kreuzschraffur erstellen

Eine Kreuzschraffur erstellen

Eine Kreuzschraffur erstellen

Die Kreuzschraffur ist wohl die häufigste, welche eingesetzt wird. Daher schauen wir sie uns auch an einem Beispiel genauer an. Dazu werden wir einen Kreis in eine Kugel verwandeln.

1. Schritt

Zuerst legest Du die Lichtquelle fest und zeichnest einen Kreis. Im Kreis zeichnest du einen weiteren Kreis um festzulegen wo der Lichpunkt sitzt und wo die Schatten beginnen. Im Bild habe ich ihn punktiert ausgeführt. Aber in echt wirst du einen Bleistift verwenden oder in dir einfach vorstellen.

2. Schritt

Setze einzelne parallel Linien direkt in die Richtung der Lichtquelle. Lasse aber ruhig noch Abstand zwischen den einzelnen Linien und pass auf, dass du den imaginären Kreis zwischen Schatten und Licht nicht überschreitest.

3. Schritt

Nun verdichtest du die vorhandene Schraffur. Du setzt immer weitere Linien zwischen die vorhandenen. Dadurch wird die Schraffur dichter und dünkler. Zeichne aber nicht immer bis zur Schattengrenze, sondern folge der Form der Kugel, hör bei manchen Linien früher auf.

4. Schritt

Nun drehst du am besten dein Blatt und zeichnest im 90°-Winkel weitere Linien. Auch hier fängst Du mit weiten Abständen an und verdichtest sie immer wieder.

5. Schritt

Jetzt drehst du das Blatt wieder. Dadurch kannst du zur vorherigen Schraffur eine weitere im 90°-Winkel setzen (oder 45° zur ersten Schraffur aus dem 2. Schritt).

6. Schritt, …

Nun kannst Du immer weitere Schraffuren in verschiedenen Winkeln darüber legen. Denke aber daran weit zu beginnen und die Linien Schritt für Schritt zu verdichten. Und es ist keine Scheibe, sonderen eine Kugel, daher darfst du nicht regelmäßig arbeiten, sondern musst der Form wirklich folgen.

Ein sehr gutes Beispiel siehst Du bei Mia auf Augensound. Weitere Hilfestellung findest du bei Zeichnen lernen oder bei Kunst-Malerei. Und Text-Block zeigt wie es mit den geliebten Copic-Stiften geht.

Ich hoffe, dass ich dir ein wenig weiterhelfen konnte. Du kannst das gleiche für Croquis machen. Zeige anderen deine Zeichnungen und lade sie hier hoch. Natürlich kannst du auch einen Kommentar hinterlassen und die Seite bekannter machen.

5 Schraffuren die jeder braucht 4.25/10(85.00%) 2 Wertungen

Kommentare sind geschlossen.

nach oben